Moin an alle Lesenden zu meinem ersten Blog-Eintrag!
Es geht als erstes Thema um meine Beteiligung am Broke Artists Shop, was das ist, wieso ich da mitmache und wie ich mich vorbereitet habe.
Broke Artists Shop ist ein lokales Ladengeschäft in der Bremer Neustadt, in dem Kunst jeglichen (analogen) Mediums von ausgewählten Kunstschaffenden verkauft wird. Der Verkauf findet durch eine einzige Person statt, die das Angebot kuratiert und den Laden am Laufen hält. Für etwa drei Monate sind meine Sachen dort und ihr könnt sie für nahezu denselben Preis kaufen, wie an meinen Ständen.
Wieso mache ich da mit?
Aktuell lohnt sich für mich kein Onlineshop. Märkte und Conventions werden immer unzuverlässlicher als Einnahmequelle und ich möchte auch nicht mehr so viele Stände machen. Alles drumherum nimmt Zeit und Energie in Anspruch und ich habe davon dann weniger übrig, um tatsächlich kreativ zu sein. Zu mehr Kreativzeit bin ich auch immer noch nicht wirklich gekommen, aber dazu vielleicht in einem anderen Blogpost.
Einen festen Ort zu haben, an dem jemand anderes sich um dem Verkauf kümmert, ist einfach eine gute Gelegenheit, Sichtbarkeit aufzubauen, und außerdem eine Entlastung, weil ich mich nicht selbst darum kümmern muss. Obendrauf ist es so spannend, Teil einer solchen Auswahl an Artists zu sein und neue Bekanntschaften zu machen!
Ich habe mir allerdings im Vorfeld wenig Hoffnung gemacht, dass ich in das Sortiment passe und bisher hatte ich auch nie wirklich Glück gehabt, wenn es um kuratierte Bewerbungen irgendwo ging. Tja, manchmal wird man eben doch überrascht!
Mal schnell gemacht
Deswegen war ich absolut nicht vorbereitet, meine Ware in einem Laden zu präsentieren. Zwischen Erstgespräch und Abgabe lagen zwei Wochen, in denen ich zwischen meinem Job und Ehrenamt (und life in general) noch alles vorbereitet habe. Zum Glück machte der Drucker mit!
Die Produktübersicht (Tabelle) habe ich zuerst erledigt. Dafür musste ich auch Preise zum Teil neu definieren, da Gebühren wg. der Transaktion anfallen. Aber zum Großteil sind sie dieselben, wie an meinen Ständen. Die Entscheidung über die Preise war schwierig, da ich Miete für den Laden zahle, aber gleichzeitig meine Preise gern niedrig halte. Ich möchte, dass alles erschwinglich bleibt!
Ich habe keinen Plotter und der Hebelschneider und ich kommen nicht so gut miteinander aus. Also fand das Meiste mit der Schere (und einem Locher) statt. Ungern möchte ich sowas wie Kleber einsetzen oder andere Materialien, die am Ende Kleinstmüll sind.
Die Buttons und Anstecker haben schon seit März Verpackung (Backing Cards) mit Produktinformationen drauf, aber ich war damals zu faul, allen Buttons eigene Artikelnummern zu geben. Das habe ich nachgeholt und neue Backing Cards gedruckt. Außerdem neue erstellt für die Schlüsselanhänger sowie Klebe-Etiketten zum Verschließen der Verpackungen.
Meine To-Do bzw. To-Have:
- Eine Auswahl, was ich verkaufen will
- Eine Produktübersicht (Tabelle)
- Etikettierungen mit Produktinformationen
- Verpackungen
- Bepreisung
- Ausstattung zum Präsentieren
Auf geht's! Verpackungen bis zum Morgengrauen
Und für die Prints brauchte es auch noch eine Lösung! Also habe ich kurzerhand die C4-Umschläge zu Verpackung umgestaltet. Leider gingen mir diese irgendwann aus und ich musste mit der Menge je Motiv etwas zurückfahren.
Natürlich habe ich direkt welche nachbestellt!
Danach hieß es schneiden, lochen, anbringen und bepreisen.
Oh, und packen! Meine Holzanstecker mit Oishii the Frog haben eine Sicherheitsnadel, die ich nicht so intuitiv finde. Deswegen verkaufe ich sie mit einer kleinen zweisprachigen Anleitung. Um das für den Verkauf im Laden einfacher zu machen, habe ich alle Anstecker mit Anleitung und Visitenkarten in Pergamin-Beutel gepackt und mit einem entsprechenden Sticker beklebt.
Endlich fertig!
Am Ende war ich gegen 4 Uhr im Bett und bin vormittags mit allem nach Bremen gefahren.
Nun findet ihr für eine Weile, also bis Mitte September meine Prints, Buttons, Sticker, Anstecker und Postkarten im Broke Artists Shop in der Bremer Neustadt!
Und für ganz Pfiffige gibt’s eine kleine Auswahl an Postkarten und meine Weg-Mit-Sticker bei Füllkorn in der Kornstraße, auch in der Bremer Neustadt.